„Das läuft!“ sagt Mechatroniker Leon über seinen Beruf

„Das läuft!“

Im Keller liegt die Kraft

Ein Haus, das alle Energie, die es braucht, selbst produziert, hat es Leon angetan. Im „Maschinenraum“ der neuen Firmenzentrale des Baustoffe-Herstellers Sto sorgt der Azubi dafür, dass modernste Gebäudetechnik perfekt funktioniert. Mit Schaltschränken und elektronisch gesteuerten Niedrigenergie-Heizsystemen kennt er sich genauso aus wie mit der alten Wasserturbine aus dem Jahr 1923. „Da ist kein Tag wie der andere“, freut er sich.



Mit Laptop und Schraubenschlüssel


„Im Fußball bin ich Torwart – da musst du Einzelkämpfer und Teamplayer zugleich sein“
Ausbildung – Ab hier beginnt der Abschnitt Ausbildung

Der perfekte Dreh

Maschinen warten und reparieren, bei technischen Innovationen ein wichtiges Wörtchen mitreden und dabei mit dem Laptop genauso selbstverständlich umgehen wie mit dem Schraubenschlüssel und der Feile: Mechatroniker*innen sind multitasking und gefragte Spezialisten in Industrie und Handwerk.


 

Mechatroniker*in

Man nehme „Mechanik“ und „Elektronik“ und schon ergibt sich „Mechatronik“ und damit einer der spannendsten Zukunftsberufe. Mechatroniker*innen bauen elektrische, mechanische, pneumatische und hydraulische Komponenten zu einem System zusammen. Diese Anlagen und Geräte installieren, warten und reparieren sie außerdem.
Empfohlen wird ein mittlerer Schulabschluss (Realschule). Mechatroniker*innen sollten Spaß haben am Schweißen, Bohren, Verdrahten, Fügen und Installieren. Im Anfang der dreieinhalbjährigen Ausbildung stehen das Verbauen von Rohren und Profilen, später kommen dann auch Schaltgerätekombinationen und die Konstruktion elektrischer Schaltungen hinzu.

Das Ausbildungsgehalt für Mechatroniker*innen beträgt

  • 1. Ausbildungsjahr: 830 – 930 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 910 – 980 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 870 – 1.060 Euro
  • 4. Ausbildungsjahr: 1.010 – 1.120 Euro

Nach Abschluss der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt in der Regel zwischen 2.000 und 2.500 Euro.

Mechatroniker*innen sind oft an Entwicklungen und dem Bau von energie- und materialeffizienten baulichen Lösungen beteiligt. Zum Beispiel im Bereich der Gebäudetechnik oder der industriellen Produktion. Auch in der Wartung von Anlagen geht es oft darum, sie auf möglichst niedrigen Energieverbrauch und Schadstoffausstoß einzustellen. Der Erfolg von Mechatroniker*innen ist dann auch ein Erfolg für die Umwelt.



Verschmutzte Platte mit bionischem Anstrick. Schon ein Tropen Wasser entfernt allen Schmutz

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Greening – Ab hier beginnt der Bereich Greening

Die Luft ist rein

Bevor Leon zu Sto kam, hatte er einige Praktika gemacht, um in verschiedene Berufe reinzuschnuppern. Anfangs war er skeptisch. „Ich hatte immer gedacht, dass ein Chemieunternehmen stinkt“, sagt Leon. „Doch hier gibt es überhaupt keine unangenehmen Gerüche. Das finde ich gut. Da macht die Arbeit einfach noch mehr Spaß.“


Der Turbinator

„Die anderen nach uns sollen auch noch ein schönes Leben haben.“


Die Fassade wird zum Kraftwerk. Der Baustoffhersteller Sto hat sein neues Empfangs- und Bürogebäude als Nullenergiehaus erstellt. Dazu wird der Energiebedarf des Hauses so weit wie möglich runtergefahren und gleichzeitig die Energieversorgung durch effiziente Technik optimiert. Zum Beispiel durch Stromerzeugung aus Solarkraft und durch intelligente naturinspirierte Wärmedämmung in Form von bionischem Fassadenputz. Schlau gelöst ist auch dies: Im Winter wird die Abwärme der Computer im Data-Zentrum für die Heizung der Büros genutzt. All dies steuert und überwachen Leon und das Mechatroniker-Team von Sto.


 
Leons Ausbildung ist immer eng mit Nachhaltigkeit verbunden. Bei Sto wird darunter ein Prozess der kontinuierlichen Verbesserung verstanden. Die Produkte sollen immer auch einen Beitrag zu wichtigen Nachhaltigkeitsthemen leisten. Zum Beispiel zum Klimaschutz, zu Gebäude-, Energie- und Ressourceneffizienz, Schutz und Langlebigkeit, Gesundheit und Wohlbefinden. Für Leon steht fest: „Etwas Sinnvolles für die Zukunft zu tun, macht mir großen Spaß.“

Greening“ ist auch für Mechatroniker*innen immer ein Thema. Ausgereifte und gut gewartete Technik zielt immer auch auf Effizienz. Die Geräte leisten mehr, verbrauchen weniger Energie, halten länger und sorgen für weniger problematischen Abfall.

Greif auch du an. Hier bist du #ImGrünenBereich
Bionik – Ab hier beginnt der Abschnitt Bionik

Immer mit der Ruhe

Die Entschlüsselung der Natur und die anschließende Entwicklung neuer Baupläne sind meist sehr komplex und zeitaufwändig. Für ein neues bionisches Produkt rechnen Bioniker mit drei bis sieben Jahren, für bionische Verbesserungen bereits bestehender Produkte veranschlagen Wissenschaftler ein halbes bis ein Jahr. Bionik kann die moderne Technologieentwicklung nicht revolutionieren. Sie ist ein Zusatz, kein Ersatz für traditionelles Konstruieren durch Techniker und Ingenieure.

 

„Eine intelligente Fassade? Erst habe ich gedacht: Was ist denn das für ein Quatsch? Jetzt hilft sie mir bei der Arbeit.“

Schmutz lass nach

Farben und Fassadenputze mit Lotus-Effect®-Technology unterstützen die Fähigkeit der Untergründe zur Selbstreinigung und sorgen für einen aktiven, feuchteregulativen Wetterschutz der Fassade. Das Ergebnis: Schmutz perlt mit dem Regen ab. Die Fassade bleibt länger sauber und schön. Auch Algen- und Pilzbefall wird nachhaltig gehemmt.



Unter Strom


  • Ein Termometer an einem Rohr im Vordergrund, Leon der Mechatroniker verschwommen im Hintergrund

    In den Katakomben der neuen Sto-Zentrale checkt Leon die Systeme. Sie sorgen dafür, dass das Gebäude die Energie, die es verbraucht, selbst produziert.

  • Viele Rohrleitungen einer Heizungsanlage. Auch hier behält Mechatroniker Leon den Durchblick

    Das Smartphone gehört zu den „Werkzeugen“ des jungen Mechatronikers. Über eine App kann Leon die Gebäudetechnik überwachen und steuern.

  • Isolierte Rohre einer Klimaanlage. Leon der Mechatroniker dreht an einem Ventil

    Alles im Griff: Die Leitungen der Klimaanlage müssen immer wieder kontrolliert werden. Leon folgt dabei einer klaren Check-Liste. So entgeht nichts seinem kritischen Blick.

  • Viele Kabel und Rohre in einem Keller. Mechatroniker Leon hält ein Meßgerät, sein Meister überwacht die Arbeit

    Der Meister passt auf, dass alles gut klappt: Leon bei der Prüfung des Federstromschutzschalters im Schaltschrank.

  • Kabel, Stecker und MEtallleisten. MEchatroniker Leon bei einer Federstromschutzschalter-Prüfung

    Zur Federstromschutzschalter-Prüfung leitet Leon soviel Spannung in das System bis die Sicherung rausfliegt. Das ist immer ein spannender Moment.

  • Mechatroniker Leon ist der Herr der Rohre. Er steht zwischen isolierten Rohren mit Ventilen und Termostaten

    Mechatroniker lernen in ihrer Ausbildung elektronische und mechanische Systeme gleichermaßen kennen. Darin liegt die Vielseitigkeit ihrer Aufgabe – und ihr besonderer Reiz.

  • Mechatroniker Leon führt Wartungsarbeiten an einer historischen Wasserturbine durch. Auch das gehört zu seinem Beruf

    Richtig anpacken, mit Schraubenschlüssel und Schmiere zu arbeiten, gehört auch zur Mechatroniker-Ausbildung. Hier führt Leon Wartungsarbeiten an einer historischen Wasserturbine aus. Sie trägt zur Energieversorgung seiner Firmenzentrale bei.

Lotus-Effect®-Technology im Detail


Die Lotusblume ist eine in Asien und Amerika vorkommende Wasserpflanze mit außergewöhnlichen wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften. Erreicht werden diese durch eine Verbindung aus einer Nanostruktur und speziellem Wachs auf der Pflanzenoberfläche.

Die Oberfläche der Lotuspflanze hat eine mikro- und nanostrukturierte Noppenform. So wird die Kontaktfläche zwischen Wasser und Oberfläche drastisch reduziert. Ein Wassertropfen hat auf der Lotusblume nur eine Auflagefläche von 0,6 Prozent – das ist ein Rekord im Reich der Natur. Das Wasser perlt ab und nimmt dabei noch den Schmutz und andere Stoffe mit. Mikroorganismen, Krankheitserreger oder Keime können sich hier genauso wenig ansiedeln wie Algen.
Der Lotus-Effekt wurde bei der Fassadenfarbe Lotusan nachgebaut. Zum einen sorgt die Nanostruktur der Farbe für die gewünschte Wirkung, zum anderen die Inhaltsstoffe. Enthalten ist zum Beispiel Silikon – das mit seiner niedrigen Oberflächenenergie und ausreichender chemischer Stabilität perfekt für das Reinigungsprinzip geeignet ist.