„Das Geheimnis liegt in der Struktur“ - Die BWL-Industrie-Studentin Melanie

„Das Geheimnis liegt in der Struktur.“

„Ich will immer wissen, wo ich dran bin“, sagt Melanie. Deswegen taugt ihr das Duale Studium BWL-Industrie. „Die Uni ist ein bisschen wie Schule, klar strukturiert. Da muss ich mich nicht lange durch die Angebote wühlen, um mich zurechtzufinden. Im Unternehmen kann ich das Gelernte dann gleich anwenden. Und nach drei Jahren bin ich garantiert fertig mit meinem Studium.“ Dass Sie ihre Ausbildung beim Baustoffhersteller Sto absolviert, ist für sie „ein echter Volltreffer“: „Hier stehen überall die Weichen auf Nachhaltigkeit. Und damit auf Zukunft.“



Unter Strom


„Hier kann ich das Gelernte gleich anwenden und weiß sofort, warum ich den Stoff lerne. Da kommt einem nichts sinnlos vor.“
Ausbildung – Ab hier beginnt der Abschnitt Ausbildung

Die Qual der Wahl

„Nach dem ‚Gymi’ wusste ich erst gar nicht richtig, was ich machen soll“, erinnert sich Melanie. „Ich habe erst einmal ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Jugendeinrichtung gemacht und dann überlegt wie es weitergeht. So richtig festlegen wollte ich mich dann aber auch noch nicht. Da kam mir das Duale Studium BWL/Industrie gerade recht. Ich mache jetzt eine breite, praxisorientierte Ausbildung, bei der ich ganz viele unterschiedliche Bereiche kennenlerne. Mir gefällt jetzt Marketing und Produktmanagement am besten. Das wäre was für mich!“


 

Duales Studium BWL-Industrie

Der Studiengang BWL-Industrie – zum Beispiel an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen (DHBW VS) – bietet eine generalistisch geprägte betriebswirtschaftliche Hochschulausbildung. Duale Hochschulen kooperieren mit Partnern aus der Industrie sowie aus industrienahen Dienstleistungsunternehmen. Mehr als 90 Prozent der Absolventen haben nach dem Studium einen Arbeitsplatz mit ausgezeichneten Karrierechancen.
Voraussetzung für die Zulassung zu dem dreijährigen Studium sind die Hochschulreife und ein Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen.

  • 1. Ausbildungsjahr: 650 – 800 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 800 – 950 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 950 – 1.100 Euro

Nach dem Dualen Studium BWL-Industrie können Absolvent*innen mit einem Einstiegsgehalt von etwa 1.300 bis 2.500 Euro rechnen. Später kann das Gehalt bis zu über 6.000 Euro brutto im Monat betragen.

Für immer mehr Unternehmen spielen Nachhaltigkeit und Soziale Verantwortung (Corporate Social Responsibility) eine wichtige Rolle in der Unternehmensstrategie. Nach einer neuen EU-Verordnung sind Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern sogar gesetzlich verpflichtet, ihre entsprechenden Aktivitäten zu dokumentieren. Das heißt: Ideen, Wissen und zielgerichtetes „grünes“ Handeln sind gefragt wie nie. Hier bieten sich gute Chancen für Absolvent*innen BWL-Industrie.


Verschmutzte Platte mit bionischem Anstrick. Schon ein Tropen Wasser entfernt allen Schmutz

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Mehr Azubis mit grünen Jobs
Greening – Ab hier beginnt der Abschnitt Greening

Durchblick im Fisch-Reich

Bei Sto steht Eigenverantwortung ganz oben auf dem Azubi-Lehrplan. Einmal im Jahr stellen die Azubis in eigener Regie ein großes Projekt auf die Beine. Im einen Jahr ein Sozialprojekt, im anderen ein Ökoprojekt. „Wir machen alles selbst: von der Idee über die Budgetplanung bis zur Durchführung“, sagt Melanie. Zuletzt hatten sie Laichkörbe für einen Fischteich, dessen Ökosystem zu kippen drohte, gebaut. „Den Fischen geht’s wieder prächtig“, freut sich Melanie. „Und wir Azubis haben miteinander unglaublich viel über die Natur, die Umwelt und nachhaltiges Wirtschaften erfahren.“


Putzmunter

„Ich interessiere mich sehr für die Details von Produkten. Dabei Vorbilder der Natur zu nutzen, ist total faszinierend.“


Dass Nachhaltigkeit für Melanie einmal eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen würde, hätte sie sich nicht träumen lassen. „Bevor ich zu Sto kam, war das kein Thema für mich. Außer dass ich gerne draußen in der Natur bin, zum Wandern oder Skifahren, habe ich mich nicht groß darum gekümmert. Durch meine Arbeit weiß ich jetzt, wie viele Stellhebel es gibt, die Umwelt zu schützen, damit es am Ende auch in Zukunft noch allen gut geht.“


 
Der Baustoffhersteller Sto nimmt seine Auszubildenden bei der Nachhaltigkeit von Anfang an in die Pflicht. „Überall im Unternehmen begegnet uns Nachhaltigkeit“, sagt Ausbildungsreferentin Julia Dombek. „Unsere Azubis machen sie in Öko- und Sozialprojekten, bei der Organisation des Tags der Offenen Tür oder an unserem Stand bei Jobmessen erlebbar.“

Greening“ in Jobs ist immer möglich. Es kommt nur darauf an, die richtigen Fragen zu stellen. Das fängt schon bei Kleinigkeiten an. Muss eigentlich das Licht auf der Toilette wirklich brennen, auch wenn keiner drin ist?

Du willst es doch auch! Hier bist du #ImGrünenBereich
Bionik – Ab hier beginnt der Bereich Bionik

Jedes Lebewesen, jede Pflanze hat für sich eine optimale Antwort auf komplexe Herausforderungen ihrer Umwelt gefunden. Etwa wenn es um Bestandserhaltung und -weiterentwicklung geht. Diesen Schatz der Natur nutzen wir noch viel zu wenig. Dabei haben die Konzepte der Natur in 3,8 Milliarden Jahren Evolution schon überzeugend gezeigt, dass sie funktionieren.

 
Sauber gelöst

„Vor allem Flexibilität und Lernfähigkeit sind gefragt“

Das ist ja komisch…

In den 1970er-Jahren hatte der Botaniker Wilhelm Barthlott an der Uni Heidelberg verschiedenste Versuche mit Pflanzen durchgeführt. Eines Tages stutzte er. Manche Pflanzen in seinem Herbarium waren immer sauber, andere hingegen nach einer Zeit völlig verdreckt. „Das ist ja komisch“, sagte er sich und schaute sich die Sache mal ganz genau an. So entdeckte er den Lotus-Effekt, die Selbstreinigung durch mikrostrukturierte Blattoberflächen.



Mit Nachhaltigkeit per du


  • Melanie vor einer Wand mit Fassadenelementen. Hier können sich die Kunden ihres Arbeitgebers Sto einen Überblick verschaffen

    In der „Infofabrik“ kann sich Melanie einen perfekten Überblick über die verschiedenen Fassadenkonzepte von Sto verschaffen. Die Muster machen den Blick hinter die Hauswand möglich. Hier spielt sich maßgeblich die Gebäudedämmung ab.

  • Melanie zeigt mit ihrem Finger auf ein Fassadenelement. So ein Wandputz muss heute richtig viel können

    Nachhaltigkeit steckt im Detail. Ein Wandputz muss dazu heute richtig viel können. Mit intelligenten Lösungen lässt sich im großen Stil Energie sparen.

  • Melanie und Julia, die ebenso wie Melanie BWL-Industrie studiert hat und heute Ausbildungsleiterin ist

    Julia (links) hat wie Melanie BWL Industrie studiert. Heute ist sie Ausbildungsleiterin und hilft den Azubis und Studierenden auf ihrem Weg in die Berufswelt.

Der Lotus-Effekt

heinrich-bionik-lotus-02Die Lotusblume ist eine in Asien und Amerika vorkommende Wasserpflanze mit außergewöhnlichen wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften. Erreicht werden diese durch eine Verbindung aus einer Nanostruktur und speziellem Wachs auf der Pflanzenoberfläche.
Durch die strukturierte Blattoberfläche wird die Kontaktfläche zwischen Wasser und Blatt drastisch reduziert. Ein Wassertropfen hat auf der Lotusblume nur eine Auflagefläche von 0,6 Prozent – das ist ein Rekord im Reich der Natur. Das Wasser perlt ab und nimmt dabei noch den Schmutz und andere Stoffe mit. Mikroorganismen, Krankheitserreger oder Keime können sich hier genauso wenig ansiedeln wie Algen.
Der Lotus-Effekt wurde bei der Fassadenfarbe Lotusan nachgebaut. Zum einen sorgt die Nanostruktur der Farbe für die gewünschte Wirkung, zum anderen die Inhaltsstoffe. Enthalten ist zum Beispiel Silikon – das mit seiner niedrigen Oberflächenenergie und ausreichender chemischer Stabilität perfekt für das Reinigungsprinzip geeignet ist. Im Vergleich zu anderen Fassadenbeschichtungen bleiben Lotusan-Oberflächen bis zu 80 Prozent länger sauber.